Stromanbieter ohne SCHUFA: Möglichkeiten & Alternativen
Das Wesentliche auf einen Blick
Die Grundversorgung ist gesetzlich gesichert - auch bei negativer SCHUFA muss der lokale Grundversorger Strom liefern, oft jedoch zu höheren Preisen
Anbieterwechsel ist schwierig aber möglich - durch Kautionszahlungen oder Vorauskasse lassen sich manchmal günstigere Tarife trotz Bonitätsproblemen realisieren
Der Florin+ Kleinkredit von MyWage hilft bei finanziellen Engpässen bis 1.500 Euro, etwa um eine Kaution zu hinterlegen oder eine Sperre abzuwenden
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Inhalt des Artikels
Stromversorgung trotz negativer Bonität sichern
Strom ist in Deutschland ein essenzielles Gut. Niemand darf ohne Weiteres von der Energieversorgung abgeschnitten werden, selbst wenn die finanzielle Situation angespannt ist. Dennoch stellt ein negativer SCHUFA-Eintrag für viele Verbraucher eine Hürde dar, wenn sie einen günstigen Stromtarif abschließen möchten.
Die meisten privaten Stromanbieter führen routinemäßig eine Bonitätsprüfung durch. Fällt diese negativ aus, lehnen sie den Antrag oft ab. Das bedeutet jedoch nicht, dass du ohne Strom dastehen musst. Der Gesetzgeber hat Schutzmechanismen etabliert, die eine Grundversorgung garantieren.
Es existieren verschiedene Wege, um auch bei eingeschränkter Bonität Strom zu beziehen. Wir bei MyWage zeigen auf, welche Rechte du hast, welche Alternativen zur Verfügung stehen und wie finanzielle Engpässe bei Nachzahlungen oder Kautionen überbrückt werden können.
Die Grundversorgung: Dein Sicherheitsnetz
Der örtliche Grundversorger ist gesetzlich verpflichtet, jeden Haushalt im Einzugsgebiet mit Energie zu beliefern. Dies ist im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) geregelt. Eine Ablehnung aufgrund eines negativen SCHUFA-Scores ist in der Grundversorgung in der Regel nicht zulässig. Solange keine massiven Zahlungsrückstände beim Grundversorger selbst bestehen, muss dieser dich als Kunden annehmen.
Vorteile der Grundversorgung:
Annahmepflicht: Bonität spielt kaum eine Rolle.
Sicherheit: Versorgung ist garantiert.
Flexibilität: Kündigungsfristen sind oft sehr kurz (meist zwei Wochen).
Nachteile:
Kosten: Der Grundversorgungstarif ist oft deutlich teurer als Tarife anderer Anbieter.
Konditionen: Wenig Spielraum für Preisgarantien oder Boni.
Obwohl die Grundversorgung teurer ist, bietet sie sofortige Sicherheit. Du sitzt nicht im Dunkeln. Sie dient oft als Übergangslösung, bis sich die finanzielle Situation stabilisiert hat oder ein anderer Anbieter gefunden wurde.
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Warum Anbieter die SCHUFA prüfen
Private Stromanbieter gehen mit der Belieferung in Vorleistung. Du verbrauchst den Strom und zahlst in der Regel monatliche Abschläge. Die Endabrechnung erfolgt einmal jährlich. Dieses Modell birgt für den Anbieter ein Zahlungsausfallrisiko.
Um dieses Risiko zu minimieren, fragen fast alle überregionalen und günstigen Anbieter die Daten bei der SCHUFA oder anderen Auskunfteien ab. Sie prüfen:
Bestehende Zahlungsverpflichtungen.
Negative Merkmale wie Inkasso-Verfahren oder Privatinsolvenz.
Den allgemeinen Score-Wert.
Ist das Risiko aus Sicht des Anbieters zu hoch, erfolgt die Ablehnung. Es gibt kaum seriöse Anbieter auf dem freien Markt, die komplett auf diese Prüfung verzichten. Begriffe wie Stromanbieter ohne SCHUFA sind daher oft irreführend. Es handelt sich meist um Anbieter mit kulanterer Annahmepolitik oder speziellen Sonderkonditionen wie Vorauskasse, aber selten um einen völligen Verzicht auf die Prüfung.
Prepaid und Vorauskasse als Alternative
Wenn reguläre Verträge abgelehnt werden, können Tarife mit Vorauszahlung oder echte Prepaid-Modelle eine Lösung sein. Hierbei wird das Risiko für den Anbieter eliminiert, da der Strom vor dem Verbrauch bezahlt wird.
Vorkasse-Tarife (Pakettarife):
Du kaufst ein bestimmtes Strompaket (z. B. 2.000 kWh) für ein Jahr im Voraus. Der Preis ist oft günstig.
Risiko: Geht der Anbieter pleite, ist das vorausgezahlte Geld meist verloren. Zudem ist eine hohe Einmalzahlung nötig.
Echte Prepaid-Zähler:
Ähnlich wie beim Handy lädst du ein Guthaben auf eine Karte oder einen Code. Ist das Guthaben verbraucht, schaltet sich der Strom ab.
Vorteil: Volle Kostenkontrolle. Keine Verschuldung möglich.
Nachteil: Technische Umrüstung des Zählers nötig. Nicht überall verfügbar.
Diese Optionen erfordern Disziplin und oft verfügbares Kapital zu Beginn, umgehen aber die Hürde der monatlichen Bonitätsprüfung.
Strategien für den Anbieterwechsel trotz SCHUFA
Es ist nicht unmöglich, den Anbieter zu wechseln, auch wenn die Bonität nicht optimal ist. Folgende Strategien können die Erfolgschancen erhöhen:
Regionale Anbieter prüfen: Stadtwerke oder lokale Versorger sind oft kulanter als große Online-Discounter.
Kaution anbieten: Du kannst dem Anbieter proaktiv anbieten, eine Sicherheitsleistung (Kaution) zu hinterlegen. Dies sichert den Anbieter ab und kann zur Vertragsannahme führen.
Keine Boni wählen: Tarife ohne Neukundenbonus oder Sofortbonus werden oft weniger streng geprüft, da der Anbieter nicht in Vorleistung für Geschenke geht.
Zählergemeinschaft: Lebt eine weitere Person mit guter Bonität im Haushalt, kann der Vertrag auf deren Namen laufen.
Jeder abgelehne Antrag wird oft intern vermerkt, hat aber in der Regel keine direkte Auswirkung auf den SCHUFA-Score selbst, solange nur eine Konditionsanfrage gestellt wurde.
Jetzt Optionen prüfen
Der Florin+ Kleinkredit zur Überbrückung
Manchmal scheitert der Wechsel zu einem günstigeren Anbieter daran, dass eine Kaution hinterlegt werden muss oder eine alte Nachzahlung beim Grundversorger noch offen ist. In solchen Fällen fehlt oft kurzfristig die nötige Liquidität.
Wir bei MyWage vermitteln hier den Florin+ Kleinkredit. Dieses Angebot richtet sich an Personen, die schnell einen kleineren Betrag benötigen.
Beträge: 100 bis 1.500 Euro.
Laufzeit: Flexible Rückzahlung zwischen 15 und 60 Tagen.
Auszahlung: In der Regel innerhalb von ca. 5 Werktagen.
Die Kreditanfrage erfolgt SCHUFA-neutral. Das bedeutet, die Anfrage selbst verschlechtert deinen Score nicht. MyWage agiert hierbei als reiner Vermittler. Wir leiten die Anfrage an unsere Partnerbank weiter. Diese entscheidet über die Kreditvergabe und führt auch die entsprechende Bonitätsprüfung durch. Es gibt keine Garantie für eine Zusage, aber die Hürden sind oft niedriger als bei klassischen Ratenkrediten großer Banken. So kannst du möglicherweise die Kaution für einen günstigeren Stromtarif finanzieren und langfristig sparen.
Stromsperre vermeiden und Kosten senken
Solltest du deine Stromrechnung nicht zahlen können, droht im schlimmsten Fall eine Stromsperre. Diese darf erst ab einem Rückstand von 100 Euro angedroht werden. Bevor es so weit kommt, solltest du aktiv werden.
Handlungsempfehlungen bei Zahlungsengpass:
Kontakt aufnehmen: Sprich sofort mit dem Versorger. Ratenzahlungen sind oft möglich.
Jobcenter / Sozialamt: Bei Bezug von Bürgergeld kann ein Darlehen für Stromschulden beantragt werden.
Schuldnerberatung: Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, um einen Plan zu erstellen.
Parallel dazu ist die Senkung des Verbrauchs der effektivste Weg, Kosten zu reduzieren. Der Austausch alter Geräte gegen effiziente Modelle oder der konsequente Verzicht auf den Standby-Modus wirken sich direkt auf die nächste Jahresabrechnung aus. Jeder nicht verbrauchte Euro muss auch nicht finanziert werden.
Die wichtigsten Fakten im Vergleich
Um die richtige Entscheidung zu treffen, hilft eine klare Gegenüberstellung der Optionen. Was bietet Sicherheit, wo liegen die finanziellen Risiken?
Grundversorgung vs. Anbieterwechsel vs. Vorauskasse
Grundversorgung
Pro: Gesetzlicher Anspruch, keine harte Bonitätsprüfung, Versorgungssicherheit.
Contra: Meist teuerster Tarif am Markt.
Privater Anbieterwechsel
Pro: Hohes Einsparpotenzial, Boni möglich.
Contra: Strenge SCHUFA-Prüfung, hohes Ablehnungsrisiko.
Vorauskasse / Kaution
Pro: Ermöglicht günstige Tarife trotz schlechter Bonität.
Contra: Hohe Einmalbelastung, Kapitalrisiko bei Insolvenz des Anbieters.
Wähle die Option, die zu deiner aktuellen finanziellen Stabilität passt. Ein Wechsel macht nur Sinn, wenn die monatlichen Abschläge sicher bedient werden können.
Fazit: Stromversorgung ist immer möglich
Ein Leben ohne Strom ist in Deutschland auch bei negativer SCHUFA nicht zu befürchten. Die Grundversorgung bietet ein starkes Sicherheitsnetz, auch wenn dieses oft mit höheren Kosten verbunden ist. Der Wechsel zu günstigeren Anbietern ist schwieriger, aber durch Strategien wie Kautionszahlungen oder den Verzicht auf Boni durchaus realisierbar.
Finanzielle Engpässe, sei es für eine Kaution oder eine dringende Nachzahlung, können belastend sein. Hier kann der Florin+ Kleinkredit, vermittelt durch MyWage, eine sinnvolle Brücke darstellen. Mit Beträgen bis zu 1.500 Euro und einer SCHUFA-neutralen Anfrage bei der Partnerbank lässt sich kurzfristige Liquidität schaffen.
Wichtig bleibt, den eigenen Verbrauch im Blick zu behalten und bei Zahlungsschwierigkeiten frühzeitig zu kommunizieren. Es gibt für jede Situation einen Weg zur sicheren Energieversorgung.




